Die Darstellungen von Drachentötern sind ein kulturübergreifendes Phänomen vom Rigveda der alten Inder bis zum heiligen Buch der Maya. Bereits im römischen Mithras-Kult - der wichtigsten Vorläufer-Religion des Christentums - findet sich das Motiv der Kind-Gott Mithra überwindet einen Drachen, opfert sich selbst in einem Stier und fährt danach mit seinem Vater Sol (Sonne) in den Himmel. Psychologisch gedeutet kann dies als übertritt des Kleinkindes von der Stillung durch die Mutter in die sprachdominierte Welt des Vaters verstanden werden. Auch die christliche Erzählung von der Selbstopferung Jesu und der anschließenden Himmelfahrt zum Vater knüpft daran an. Zurück bleiben eine Mater Dolorosa und verlassene Frauen. Ein Film nach Motiven des Buches Zipfelmützengötter - Religion als Echo der Kindheit von Petrus van der Let. (Verlagstext)